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Energiemanagement - Beschreibung und Methoden
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 10. Mai 2010 um 08:58 Uhr

Das Energiemanagement beschäftigt sich mit der Planung von effizienter energieerzeugender, -weiterleitender und -verbrauchender Infrastruktur zur Optimierung der Energieverteilung und vor allem des Energieverbrauchs innerhalb aller am Netz angeschlossender Abnehmer. Dies kann die Infrastruktur innerhalb eines Gebäudes oder aber einer ganzen Region sein.

In Zeiten steigender Preise für Energie und zur Neige gehender fossiler Brennstoffe hat das Energiemanagement somit zentrale Bedeutung für die Senkung von für Energie aufgebrachter Kosten des Staates, der Unternehmen und der Verbraucher.

Das Vorgehen ist hierbei immer ähnlich: Zunächst wird in einer Bestandsaufnahme der Energieverbrauch in Form eines Lastprofils aufgezeichnet. Ein solches Profil stellt den Energieverbrauch innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, zumeist eines oder mehrer Tage, dar. Der Verbrauch ist stark von der Tages- sowie der Jahreszeit abhängig. Auf Grund dieses Papieres wird dann ein Strategiekonzept zur Senkung des Energieverbrauchs bei möglichst gleich bleibender Qualität der Versorgung erarbeitet. Mittel innerhalb eines Gebäudes können hier der Einsatz von Wärmedämmungen, Solaranlagen, Fernwärme, Wärmepumpen und der Ersatz veralteter und daher meist verbrauchsstarker Geräte durch moderne sein. Ein weiteres zeitgemäßes Mittel ist der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes: Solche Anlagen versorgen das angeschlossene Gebäude mit dem benötigten Strom unter möglichst weitgehender Nutzung der bei der Stromerzeugung anfallenden Wärme für das Bereiten von Warmwasser und Heizung der Räume. Dieses Prinzip nennt sich Kraft-Wärme-Kopplung. Zu Spitzenzeiten, in denen das BHKW keine ausreichende Strommenge zur Verfügung stellen kann, wird der zusätzlich benötigte Strom aus dem allgemeinen Energienetz bezogen; zum Ausgleich gibt das BHKW Überproduktionen zu anderen Tageszeiten an das Stromnetz ab.

Regional gesehen kommen der Auf- und Ausbau von Heizkraftwerken in Betracht. Diese setzen das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung auf höherer Ebene um und erzeugen Strom sowie für die umliegenden, an ein Fernwärmenetz angeschlossenen Ortschaften auch Wärme.

Bei beiden Konzepten ist der Einsatz eines umfassenden Lastenmanagements sinnvoll: Hierbei werden in einem Zeitintervall nicht benötigte Energieerzeugungseinheiten heruntergefahren um zu anderen Zeiten wieder hochgefahren zu werden; gleiches ist natürlich auch bei energieverbrauchenden Geräten möglich. Festzuhalten bleibt also, dass ein umfassendes Energiemanagement für die Zukunft immer unentbehrlicher werden wird.